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Die stille Revolution: wie kuenstliche Intelligenz gerade die Wissenschaft umkrempelt

tech2026-08-24 · 3 min read · 96 reads

Waehrend alle ueber Chatbots reden, veraendert kuenstliche Intelligenz leise etwas viel Grundlegenderes, die Wissenschaft selbst. Ich ordne ein, wie KI von der Medikamentenentwicklung bis zur Materialforschung Durchbrueche beschleunigt und warum das wirklich zaehlt.

Kuenstliche Intelligenz ist laengst kein Zukunftsthema mehr, sondern Alltag, und ich versuche einzuordnen, was dabei wirklich zaehlt, weshalb ich heute nicht ueber Chatbots sprechen moechte, sondern ueber eine viel stillere, aber vielleicht folgenreichere Revolution, naemlich die Art und Weise, wie KI gerade die Wissenschaft selbst von Grund auf veraendert.

Waehrend die Oeffentlichkeit vor allem ueber Textprogramme staunt, arbeiten Forscherinnen und Forscher weltweit bereits mit KI Werkzeugen, die ganze Forschungsfelder beschleunigen, und das Musterbeispiel dafuer traegt einen Namen, den man sich merken sollte, AlphaFold, ein Programm, das die dreidimensionale Struktur von Proteinen vorhersagt.

Vom Protein zum Medikament

Kuenstliche Intelligenz entschluesselt den Aufbau von Molekuelen und beschleunigt so die Suche nach neuen Wirkstoffen.
Kuenstliche Intelligenz entschluesselt den Aufbau von Molekuelen und beschleunigt so die Suche nach neuen Wirkstoffen.

Warum das so bedeutend ist, laesst sich leicht erklaeren, denn Proteine sind die Bausteine des Lebens, und ihre genaue Faltung zu verstehen war jahrzehntelang eine muehsame Handarbeit, waehrend AlphaFold diese Strukturen heute mit nahezu experimenteller Genauigkeit vorhersagt und inzwischen mehr als drei Millionen Forschenden in rund einhundertneunzig Laendern dient.

Die neueste Version, AlphaFold3, geht sogar noch einen entscheidenden Schritt weiter, denn sie sagt nicht mehr nur einzelne Proteine voraus, sondern auch, wie diese mit DNA, RNA und kleinen Molekuelen zusammenspielen, und das mit einer Verbesserung von mindestens fuenfzig Prozent gegenueber bisherigen Methoden.

Genau hier wird aus Grundlagenforschung handfeste Medizin, denn das Unternehmen Isomorphic Labs, mitgegruendet vom DeepMind Chef Demis Hassabis, treibt bereits Wirkstoffkandidaten durch die vorklinische Pipeline, wobei erste Studien am Menschen noch bis Ende 2026 erwartet werden, unter anderem gegen Krebs und Immunerkrankungen.

Milliarden fuer die KI Forschung

Dass die Pharmariesen dieses Potenzial ernst nehmen, zeigen die Zahlen sehr deutlich, denn Isomorphic Labs hat Partnerschaften mit Eli Lilly und Novartis geschlossen, die zusammengenommen einen Wert von fast drei Milliarden Dollar erreichen, ein starkes Signal dafuer, dass hier nicht nur geforscht, sondern auch massiv investiert wird.

Und die Dynamik nimmt weiter zu, denn im Maerz 2026 unterzeichnete der Konzern Eli Lilly einen weiteren Vertrag im Wert von bis zu zwei Komma fuenfundsiebzig Milliarden Dollar, um sich weltweite Rechte an bestimmten Wirkstoffen des KI Unternehmens Insilico zu sichern, was die enorme Erwartungshaltung in diesem Feld unterstreicht.

Der grosse Reiz dieser Entwicklung liegt vor allem in der Geschwindigkeit, denn die Suche nach einem neuen Medikament dauerte frueher oft viele Jahre und verschlang Milliarden, waehrend KI diesen Prozess entscheidend abkuerzen kann, indem sie aus unzaehligen Moeglichkeiten die aussichtsreichsten Kandidaten viel frueher herausfiltert.

Nicht nur Medizin

Die Revolution beschraenkt sich aber keineswegs auf die Medizin, denn auch in der Materialforschung sorgt KI fuer Aufsehen, wo das ebenfalls von DeepMind entwickelte System GNoME rund zwei Komma zwei Millionen neue Kristallstrukturen entdeckt hat, darunter zweiundfuenfzigtausend vielversprechende neue Leiter fuer Lithium Ionen Batterien.

Besonders spannend finde ich, dass diese Vorhersagen bereits die Theorie verlassen, denn externe Forschende haben nach eigenen Angaben schon siebenhundertsechsunddreissig dieser vorhergesagten Materialien tatsaechlich im Labor hergestellt, was zeigt, dass es sich hier nicht um blosse Rechenspiele, sondern um echte, greifbare Wissenschaft handelt.

Mein Fazit lautet daher, dass die vielleicht wichtigste Wirkung der kuenstlichen Intelligenz nicht in unseren Handys steckt, sondern in den Laboren dieser Welt, wo sie leise hilft, Krankheiten zu bekaempfen und bessere Materialien zu finden, und genau das ist fuer mich ein Beispiel dafuer, was bei diesem Thema wirklich zaehlt.

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