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Anthropic baut ein eigenes Chip-Team fuer Claude und jagt niedrigeren Kosten pro Anfrage im grossen Massstab

tech2026-08-25 · 2 min read · 0 reads

Anthropic hat bestaetigt, ein internes Team aufzubauen, das massgeschneiderte Chips fuer seine Claude-Modelle entwerfen soll, um seine Systeme schneller und guenstiger zu betreiben.

Anthropic hat seinen bisher deutlichsten Schritt unternommen, um mehr von der physischen Maschinerie hinter seiner kuenstlichen Intelligenz selbst zu besitzen, und am 5. August 2026 bestaetigt, ein internes Team zur Entwicklung eigener Chips fuer Claude aufzubauen.

Das Unternehmen begruendete den Schritt mit einem praktischen Ziel, naemlich seine Technik schneller und kosteneffizienter in dem enormen Massstab zu betreiben, den seine Kunden inzwischen verlangen, und nicht mit einem symbolischen Bruch mit den bisherigen Lieferanten.

Ein Team fuer Hardware und Software

Anthropic sucht nach eigenen Angaben Ingenieure, deren Hintergrund sowohl Hardware als auch Software umfasst, damit dieselben Fachleute die Chips und die KI-Modelle gemeinsam entwickeln koennen, statt in getrennten Abteilungen zu arbeiten.

Die veroeffentlichte Stellenausschreibung sucht Talente ueber die gesamte Bandbreite des Chip-Designs, vom Frontend-Entwurf ueber die Verifikation vor der Fertigung bis hin zu physischem Design, Testbarkeit sowie analoger Arbeit und Gehaeusetechnik.

Die dafuer gebotenen Gehaelter, die von rund dreihundertzwanzigtausend bis fast vierhundertfuenfundachtzigtausend Dollar reichen, zeigen, wie hart die Unternehmen inzwischen um den vergleichsweise kleinen Pool an Spitzen-Chipentwicklern konkurrieren.

Die Rechnung hinter dem Schritt

Chips und Modelle gemeinsam zu entwerfen soll die Kosten pro Anfrage senken.
Chips und Modelle gemeinsam zu entwerfen soll die Kosten pro Anfrage senken.

Angetrieben wird der Vorstoss mehr von Arithmetik als von Ehrgeiz, denn wenn taeglich Milliarden von Tokens bei einem Umsatzniveau von rund dreissig Milliarden Dollar bedient werden, summieren sich selbst winzige Einsparungen pro Anfrage ueber ein Jahr zu sehr grossen Betraegen.

Indem es seine Hardware und seine Modelle gemeinsam entwirft, statt fertige Beschleuniger zu kaufen, glaubt das Unternehmen die Kosten jeder einzelnen Anfrage auf eine Weise senken zu koennen, die der blosse Einkauf von Universalchips nicht erreicht.

Diese Logik folgt dem Weg, den andere grosse Technologiekonzerne bereits gegangen sind, die gelernt haben, dass sich ein exakt auf eine Aufgabe zugeschnittener Chip lohnt, sobald eine Arbeitslast gross und vorhersehbar genug wird.

Kein Abschied von Nvidia

Anthropic stellte ausdruecklich klar, dass dies kein Versuch ist, sich von den bisherigen Lieferanten zu loesen, denn das Unternehmen will weiterhin Chips von Nvidia, AMD, Googles Tensor-Prozessoren und Amazons Trainium neben dem einsetzen, was es am Ende selbst baut.

Bei der Fertigung soll Berichten zufolge Samsung als moeglicher Partner sondiert werden, doch das Unternehmen nannte keinen Zeitplan, wann die eigenen Chips kommen koennten, was den Schritt vorerst zu einer Richtungsansage und nicht zu einem fertigen Produkt macht.

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